Djindjic bezeichnete US-Forderungen als "unrealistisch"

31. Mai 2001, 16:51
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Ministerpräsident schließt Überstellung von Milosevic an Haager Tribunal vor Ende Juni aus

Belgrad - Der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic hat die Forderungen als "unrealistisch" bezeichnet, die die US-Administration für ihre Teilnahme an der internationalen Geberkonferenz für Jugoslawien Ende Juni in Brüssel gestellt habe. Demnach wird von Belgrad verlangt, nicht nur die Zusammenarbeit mit dem UNO-Kriegsverbrechertribunal gesetzlich zu regeln, sondern auch einige vermeintliche Kriegsverbrecher an das Tribunal zu überstellen. Zudem sollten in Belgrad vor Ende Juni "konkrete Schritte" getroffen werden, um den Prozess der Überstellung von Ex-Staatschef Slobodan Milosevic nach Den Haag einzuleiten.

Bei einer Pressekonferenz sagte Djindjic, dass das Letztere "nicht realistisch" sei. Für die zweite Forderung wisse er nicht, ob sie realistisch sei, meinte er. "Es ist völlig unrealistisch, den ungefähren Termin für eine Überstellung festlegen zu können", meinte der Ministerpräsident. Er wisse nicht, wer eine solche Entscheidung fassen könnte. (APA)

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