Kursrutsch des Euro beunruhigt Japan

31. Mai 2001, 13:34
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Vize-Finanzministers Haruhiko Kuroda: Fundamentaldaten vom Markt negiert

Tokio - Der jüngste Kursrutsch des Euro ist nach Worten des japanischen Vize-Finanzministers Haruhiko Kuroda Besorgnis erregend und spiegelt nicht die Fundamentaldaten der Euro-Zone wider. "Ich bin besorgt über den deutlichen Kursverfall des Euro. Das ist nicht wünschenswert und reflektiert auch nicht die Fundamentaldaten", sagte Kuroda am Donnerstag Journalisten in Tokio. Der Kursverfall erhöhe möglicherweise die Inflationsgefahren in der Euro-Zone.

Nach Kurodas Äußerungen erholte sich die Währung wieder etwas und stieg um rund ein Viertel US-Cent auf Kurse um 0,8490 Dollar. Wegen des Kursverfalls des Euro waren an den Devisenmärkten in den vergangenen Tagen Spekulationen aufgekommen, die EZB könnte möglicherweise wie mehrmals Ende 2000 zu Gunsten der Gemeinschaftswährung intervenieren. Auch die japanische Notenbank hatte sich bei einem Euro-Stützungskauf im Herbst vergangenen Jahres beteiligt. Seit Anfang Mai hat der Euro rund fünf US-Cents an Wert verloren. (APA/Reuters)

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