Österreich: Zehn Prozent der Obst- und Gemüseproben stark belastet

31. Mai 2001, 14:28
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Unkraut- und Schädlings - Bekämpfungsmittel beeinträchtigen die Gesundheit

Wien - "Besorgnis erregende Daten" wurden nach Angaben der Grünen Umweltsprecherin Eva Glawischnig bei einer Untersuchung von in Österreich angebotenem Obst- und Gemüse erhoben: Mehr als zehn Prozent würden Überschreitungen der Grenzwerte aufweisen, was die Belastung mit Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln betrifft. Wer glaubt, er ernährt sich gesund, wenn er viel Obst und Gemüse isst, kann sich täuschen", warnte die Umweltsprecherin und forderte Konsequenzen des Landwirtschaftsministeriums.

Mehr Kontrolle

1999 seien österreichweit 546 Proben gezogen worden, 59 Mal hätten Experten Belastungen über den Grenzwerten nachgewiesen, so Glawischnig. Jährlich würden Tausende Tonnen Pestizide und Herbizide auf den Feldern versprüht. Diese Mengen müssten reduziert und die Kontrollen beim Einsatz der Gifte verstärkt werden. Während andere Länder wie Schweden, Dänemark oder die Niederlande mit einer Abgabe auf Pestizide versuchen, den Einsatz zu reduzieren, geschehe in Österreich zu wenig, kritisiert die Umweltsprecherin. Sie verwies darauf, dass ein Antrag der Grünen auf Erstellung eines Programmes zur Reduktion des Pestizidverbrauches gerade erst abgelehnt worden sei. (APA)

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