US-Regierung will Verlängerung der Antragsfristen für NS-Zwangsarbeiter

31. Mai 2001, 12:24
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Opfervertreter unterstützen Verschiebung des Termins

Washington/Berlin/Warschau - Die USA haben sich für eine Verlängerung der Antragsfristen für die Entschädigung von früheren NS-Zwangsarbeitern ausgesprochen. Der US-Sonderbotschafter für Holocaustfragen, James Bindenagel, teilte dem deutschen Grünen-Rechtsexperten Volker Beck auf dessen Anfrage am Donnerstag mit, dass seine Regierung eine Verschiebung der Frist unterstütze. Bisher ist als letztes Antragsdatum der 12. August vorgesehen. Zahlreiche Politiker und Opfervertreter hatten wegen der Verzögerung der Entschädigung eine Änderung des Stiftungsgesetzes für längere Fristen verlangt.

Beck sagte, mit der US-Erklärung sei ein wesentliches Hindernis für die Verlängerung der Fristen vom Tisch. Innerhalb der Bundesregierung habe es Bedenken gegen eine Änderung des Gesetzes gegeben, weil es Anlage zum deutsch-amerikanischen Regierungsabkommen war. (APA/dpa)

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