Ärzteeinsparungen: Waneck glaubt an seine Zahlen

31. Mai 2001, 14:59
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Staatssekretär hält insgesamt drei Milliarden an Einsparungen für möglich

Wien - Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) hat am Donnerstag klar gestellt, dass sich die von ihm genannten Zahlen zum Einsparungspotenzial im Ärztebereich (800 Millionen bis 1,3 Milliarden Schilling) auf das Jahr 2002 beziehen. Gleichzeitig wies er im Gespräch mit der APA die von Hauptverbands-Generaldirektor Josef Probst genannte Kritik an seiner Schätzung zurück. Wie Waneck betonte, habe sich gerade der Hauptverband schon einige Mal verkalkuliert. Die Prognose des Sozialministeriums bezüglich eines Abgangs der Sozialversicherungen von 3,5 Milliarden für das Jahr 2000 sei dagegen dem tatsächlichen Ergebnis (3,2 Milliarden) schon sehr nahe gekommen.

Waneck erinnerte, dass der Hauptverband ursprünglich das Defizit noch mit 5,7 Prozent beziffert habe, erst später sei stufenweise eine Revidierung nach unten erfolgt. Dies zeige eben, dass die Erstellung von Prognosen nicht so einfach sei, versuchte der Staatssekretär die Wogen zu glätten. Zudem sei manche Schätzung auch politisch gefärbt.

Bezüglich der weiteren Verhandlungen mit dem Pharma-Bereich und dem Hauptverband ist Waneck optimistisch. Seiner Meinung nach wäre es realistisch, ein Gesamt-Einsparungspotenzial von rund drei Milliarden im nächsten Jahr zu lukrieren. Nach der Einigung mit den Ärzten sei jetzt die Pharma-Wirtschaft etwas unter Zugzwang geraten. Bei der Reform des Hauptverbands strebt Waneck weiter eine Einigung mit den Sozialpartnern an. (APA)

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