Rosenbauer kürzt Fertigung in Deutschland

31. Mai 2001, 13:33
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Feuerwehrausstatter forciert Billigstandort Slowenien

Wien - Der börsenotierte oberösterreichische Feuerwehrausstatter Rosenbauer (Stammwerk Leonding) setzt in seiner deutschen Tochter Metz-Gruppe hart den Sparstift an: Die Fertigung von Löschfahrzeugen der Metz-Gruppe wird auf einen ostdeutschen Standort konzentriert, die Fahrzeugfertigung in Karlsruhe sperrt zu. "Temporär" reduziert würden 2001 außerdem die Fertigungskapazitäten von Drehleitern. Ziel sei es, die Kosten "deutlich" zu senken. Forciert wird der zu niedrigern Kosten produzierende Standort in Slowenien als Zulieferer für die deutsche Fertigung.

Stellenkürzungen

Wie Rosenbauer am Donnerstag zur Bekanntgabe der - weiterhin negativen - Konzernergebnisse zum 1. Quartal 2001 mitteilte, wird die Löschfahrzeugwerkfertigung in Karlsruhe geschlossen, diese Produktion wird im ostdeutschen Standort Luckenwalde konzentriert. Am Standort Karlsruhe werden deshalb 60 Stellen gestrichen. "Mit Nachdruck fortgeführt" werde die Entwicklung des Low-Cost-Standorts in Slowenien als Zulieferer für das Werk in Luckenwalde, teilte der österreichische Konzern weiter mit.

Trotz "auslieferungs- und strukturbedingt negativer Ergebnisse im ersten Quartal" erwartet Rosenbauer nach heutiger Mitteilung im Gesamtjahr 2001 einen Umsatz in der Dimension des Vorjahres (287,7 Mill. Euro), das EBT soll "leicht" über dem von 2000 (2,7 Mill. Euro) liegen. Anfang Mai hatte der Vorstand für 2001 noch ein "signifikant" höheres Gesamtjahresergebnis prognostiziert.

Sparprogramme der öffentlichen Haushalte

Die Sparprogramme der öffentlichen Haushalte, insbesondere in Europa, drücken bei dem Feuerwehrausrüster weiter auf das Geschäft. Wegen dieser Sparneigung bleibe das Geschäftsumfeld 2001 in Europa weiter angespannt. Eine positive Umsatz- und Ertragsentwicklung sei aus den USA zu erwarten. Die Spanien-Tochter werde ebenfalls an das erfreuliche Ergebnis von 2000 anknüpfen können. (APA)

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