Pfingsten: "Fest der Geistsendung"

31. Mai 2001, 10:05
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Klagenfurt - Am Wochenende feiern christliche Kirchen weltweit das Pfingstfest. Für die Gläubigen ist es das Fest des Heiligen Geistes und feierlicher Abschluss des Osterfestkreises.

Der Name Pfingsten kommt vom griechischen Wort "Pentecoste" und bedeutet der 50. Tag (gemeint nach Ostern). Die Kirche feiert am Pfingstfest das Kommen und Wirken des Heiligen Geistes. Es soll daran erinnern, dass Jesus bei der Kirche und durch sie bei der Menschheit in der Gestalt des Heiligen Geistes verbleibt.

Der "Tröster" weist auf Christus hin

Der Heilige Geist ist nach biblischer Lehre ein Teil der göttlichen Dreifaltigkeit, in die Welt gesandt, um Person, Wort und Werk Jesu in der Geschichte lebendig zu halten. Jesus kündigte ihn im Neuen Testamnt als "Tröster" an. Die Bibel spricht vom Heiligen Geist in vielen Bildern. Sie wählt dafür ein Wort, das zugleich "Atem, Hauch, Wind" heißt. Sein Wirken wird u.a. wie "Feuer" oder "lebendiges Wasser" beschrieben.

Die Wurzeln des heutigen Pfingstfestes liegen im Judentum, das ursprünglich ein Erntedankfest feierte. Zur Zeit Jesu wurde dieses Fest auch auf die Geschichte des Volkes Israel, im Besonderen auf Gesetzgebung bzw. Bundeserneuerung bezogen.

Vom zweiten Jahrhundert an gibt es Hinweise, dass Christen ein eigenes Fest feierten, das sich inhaltlich an den Berichten der Apostelgeschichte orientiert. Im vierten Jahrhundert setzt sich das Pfingstfest, das bis dahin mit Christi Himmelfahrt zusammenfiel, als eigenständig durch. (APA)

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