USA begrüßen Zwangsarbeiter-Entschädigung durch Deutschland

31. Mai 2001, 08:43
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Bush gratuliert Regierung und Wirtschaft

Washington/Fresno - Die USA haben den Beschluss des deutschen Bundestags zur Entschädigung der ehemaligen NS-Zwangsarbeiter begrüßt. "Präsident (George W.) Bush gratuliert der deutschen Regierung und Wirtschaft zu ihrem verantwortlichen Handeln im Aufbau der Stiftung", sagte der Sprecher des US-Präsidialamts, Ari Fleischer, am Mittwoch in Fresno in Kalifornien. Zudem würdige Bush die Führungsrolle von Bundeskanzler Gerhard Schröder "in dieser Angelegenheit, die ein gewisses Maß an Gerechtigkeit für die Opfer sicherstellt".

Der deutsche Bundestag gab am Mittwoch mit der Feststellung der Rechtssicherheit für deutsche Unternehmen in den USA die Zahlung von Entschädigungen frei. Bund und Wirtschaft beteiligen sich mit je fünf Milliarden Mark (2,56 Mrd. Euro/35,2 Mrd. S). Die Wirtschaft hat zudem die Überweisung von 100 Millionen Mark Zinsen zugesagt.

Die Stiftungsinitiative der deutschen Wirtschaft hatte vergangene Woche ihren Widerstand gegen die Auszahlung aufgegeben, nachdem in den USA eine weitere Entschädigungsklage gegen deutsche Unternehmen abgewiesen worden war. Der Vorsitzende der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", Michael Jansen, rechnete nach eigenen Angaben damit, dass die Betroffenen in der dritten Juni-Woche das erste Geld erhalten würden. (APA/Reuters/AP)

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