Peruanischer Leuchtender Pfad droht mit "bewaffnetem Streik"

31. Mai 2001, 07:50
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Guerilla will Präsidentschafts-Stichwahl boykottieren

Lima - Die peruanische Guerillagruppe Leuchtender Pfad (Sendero Luminoso) hat damit gedroht, die Stichwahl um das Präsidentenamt am kommenden Sonntag gewaltsam zu stören. Die Rebellen wollten ihre Waffen dazu benutzen, einen dreitägigen Streik durchzusetzen, teilte eine Bürgerrechtsgruppe am Mittwoch in Lima mit. Bereits beim ersten Wahldurchgang im April hatte der Leuchtende Pfad zum Boykott aufgerufen, jedoch ohne Erfolg.

Die maoistische Rebellengruppe ist seit der Festnahme ihres Anführers Abimael Guzman im September 1992 stark geschwächt und kaum noch aktiv. Der frühere Philosophieprofessor hatte an der Spitze der Untergrundorganisation 1980 einen blutigen Guerillakrieg begonnen. (APA)

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