Ein polnischer Probst im Infight mit dem Aberglauben

30. Mai 2001, 23:23
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Der angeblich magische Stein "Czakram" ist ihm ein Dorn im Auge - mit einem Zaun ließ er ihn nun vor Esoterik-Jüngern verbergen

Warschau/Krakau - Im Kampf gegen Aberglauben hat sich der Krakauer Domprobst Janusz Bielanski weltlicher Hilfe versichert: Er konnte den Direktor des Königsschlosses überzeugen, einen Zaun an der Wand anzubringen, hinter der sich einer Legende zufolge der "Czakram", ein magischer Stein, befinden soll. Für polnische Esoteriker ist der Wawelhügel deshalb der magischste Ort Polens.

Mit einer Informationstafel auf dem Schlossgelände der südpolnischen Königsstadt will Bielanski abergläubische Polen vom Gegenteil überzeugen, berichtete die liberale polnische Zeitung "Gazeta Wyborcza" am Mittwoch. Erstens gebe es keine magischen Kräfte auf dem Wawel, und zweitens widerspreche der Glaube an diese Kräfte dem katholischen Glauben, mahnt der Probst die Wawel-Besucher. (APA/dpa)

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