Gönn sie dir, die alte neue "White Energy"

30. Mai 2001, 21:30
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Über die unerfreuliche Zukunft der Schulmilch

Die Zukunft der Schulmilch-Aktion schaut nicht wirklich erfreulich aus. Auch wenn man von Seiten der Verantwortlichen nicht müde wird, auf die ernährungsphysiologischen, pädagogischen und sozialen Vorteile hinzuweisen und die Bundesregierung am bewährten Modell der Gemeinschaftshilfe festhält.

Ruft man sich die Daten des Schulmilch-Konsums Anfang der Neunzigerjahre in Erinnerung, ging es damals um eine Größenordnung von 20.000 Tonnen, die jährlich von den Schülern getrunken wurden. Zum Vergleich waren es in den vergangenen Jahren nur mehr geschätzte 6100 Tonnen: ein Einbruch um zwei Drittel, wenngleich der Konsum zuletzt wieder leicht zulegte. Derzeit macht der Schulmilch-Absatz nur gut ein Prozent des gesamten Milchmarktes aus.

Das wirkliche Problem aber, das auch den Niedergang des Schulmilch-Konsums forciert, liegt in der starken Verbreitung von Softdrinks. Ob die Image-Politur der "White Energy" gelungen ist, muss sich erst zeigen. Derzeit werden 3500 Schulen mit insgesamt 240.000 Schülern mit Milch, Kakao, Vanillemilch und Fruchtmilch beliefert. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.5.2001, jz)

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