Lichtes Schattendasein

30. Mai 2001, 20:10
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Das Staatsopernballett tanzt ab 1. Juni "Die Bajadere"

Wien - Das 1877 in der Choreographie von Marius Petipa in St. Petersburg uraufgeführte Ballett Die Bajadere handelt von der Liebe der indischen Tempeltänzerin Nikia zum Krieger Solor, der Hamsatti, die Tochter des Radschas, heiraten soll. Hamsatti lässt ihre Rivalin töten. Im Königreich der Schatten, der berühmte "weiße Akt", der das choreographische Glanzstück des Balletts bildet, lebt Nikia aber weiter.

In der Partie der Nikia gibt die hochgelobte australische Ballerina Margaret Illmann am 1. Juni ihr Debüt an der Staatsoper. Nach Engagements als Solistin beim Australian Ballet und Principal Dancer beim National Ballet of Canada sowie am Broadway, wo sie die Hauptrolle in dem Musical Die roten Schuhe verkörperte, kam sie 1996 als Erste Solistin an das Stuttgarter Ballett. 1999 wechselte sie als Gastballerina an die Deutsche Oper Berlin und wird ab der kommenden Spielzeit fix an die Berliner Staatsoper gehen.

Margaret Illmann konnte sich in allen großen klassischen Ballerinenrollen profilieren. Zahlreiche Choreographen, darunter etwa William Forsythe, James Kudelka oder John Neumeier, erarbeiteten für sie Kreationen. Im Mai dieses Jahres wurde ihr der Deutsche Kritikerpreis 2001 verliehen. Margaret Illmann wirkt weiters am 28. Juni bei der Saisonschluss-Gala des Staatsopernballetts mit, wo sie u. a. in der Uraufführung von Marguerite Donlons Hänsel & Gretel zu sehen sein wird.
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31. 5. 2001)

Von
Ursula Kneiss

Wiener Staatsoper,
Wien 1.,
Opernring 2,
Karten und Infos:
514 44-2250 oder 2418.

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