Bessere Geschäfte ohne Tiefgarage am Markt

30. Mai 2001, 20:33
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Engstirniges Parkplatzdenken vs. Kampf "für eine schönere Innere Stadt"

Wien- Alle verfolgen dasselbe Ziel, aber a bisserl Feind dürfen Mitstreiter am Weg einander schon sein. Weil: Das geht ja nicht, dass für die Pressekonferenz der Bürgerinitiative zur Verhinderung des Baus einer Tiefgarage am Neuen Markt nicht alle gleichzeitig die Einladung erhielten: "Frechheit!"

Alexander Gruszow, Brillantenhändler und Sprecher aufgebrachter Geschäftsleute am Neuen Markt, will "die Gefahr für unsere Geschäfte" abwenden, die mit einer Garage drohten. 100 Unterschriften unterstützen ihn dabei. Aber nicht die Tiefgarage selbst - für die es ohnehin weder Pläne noch Baubeginn, dafür ein paar interessierte Investoren gibt - würde die Ertragslage der Händler vor Ort mindern, sondern die zu erwartende lange Bauphase ("drei bis fünf Jahre") würde die Geschäfte stören, assistierte Harald Rath, Glaswarenhändler: Es gebe genug Parkplätze in anderen Tiefgaragen.

Begeistertes Lob ernten die streitbaren Neuer-Markt-Anrainer von Verkehrsprofessor Herbert Knoflacher: Sie hingen nicht "engstirnigem Parkplatzdenken" nach, sondern kämpften "für eine schönere Innere Stadt". (DER STANDARD,Print-Ausgabe, 31.5.2001, aw)

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