ÖBB setzt bei Brückenkontrolle auf High-Tech

30. Mai 2001, 16:39
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"Krake auf Schienen" soll aufwendige Gerüste überflüssig machen

Klagenfurt - Die rund 5.600 Brückenobjekte im Streckennetz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) müssen alle vier Jahre einer umfassenden Sicherheitsüberprüfung unterzogen werden. Jetzt wurde gemeinsam mit den Firmen Plasser & Theurer sowie Palfinger Hebetechnik GmbH ein High-Tech-Fahrzeug entwickelt.

Das vierachsige selbst fahrende Fahrzeug ist knapp 19 Meter lang, 89 Tonnen schwer, erreicht bis zu 100 km/h und kostet 20 Millionen Schilling. Es wird ohne Abstützung eingesetzt. Ausgeklügelte Elektronik und Technik garantiere eine maximale Betriebssicherheit.

Die "Krake auf Schienen" ist vielseitig einsetzbar. Ein individuell bewegbarer Kranarm mit vier steuerbaren Gelenken sorgt für größt mögliche Arbeitsreichweite bis zu 30 Meter nach oben und unten. Damit entfallen aufwendige Gerüste bzw. teure Fixeinbauten an den Brückentragwerken.

Das Fahrzeug wird Österreich-weit zur Inspektion der Großbrücken und zur Behebung von kleineren Mängeln eingesetzt. Auch für die Überprüfung von Straßenüberfahrtsbrücken ist es bestens geeignet.

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