Milliardenstrafe für Jailcams droht

30. Mai 2001, 15:05
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Sheriff, der Bilder ins Internet stellte, nun vor Gericht

Der Schadenersatz-Prozeß rund um die im Maricopa County Frauengefängnis installierten Webcams geht in die entscheidende Phase. Sheriff Joe Arpaio, der die "Jailcams" installieren lies um, wie er sagt, andere Frauen von Straftaten abzuhalten, steht nun vor Gericht. Er machte die Bilder der Kameras im Internet öffentlich zugänglich. Auf der Site Crime.com wurden die Bilder aus dem Frauengefängnis von mehreren Millionen Besuchern betrachtet und einige Firmen verwendeten die Aufnahme für Werbekampagnen.

Jetzt droht eine Milliardenstrafe

Bereits vor einigen Monaten wurde der Sheriff angehalten die Kameras zu entfernen, was allerdings bis heute nicht passiert ist. Die "Jailcams", die unter anderem auch Aufnahmen von den Toiletten zeigen, standen schon seit längerem im Kreuzfeuer der Kritik. Die Kläger sehen in dem Verhalten von Sheriff Arpaio eine Verletzung der Rechte der Frauen und der Behandlungsgrundsätze in einem Gefängnis. Nun wird für jede Inhaftierte eine Schadenersatzsumme von 25.000 Dollar gefordert. Sollten die Kläger Recht bekommen, würde dies eine Gesamtsumme von rund einer Milliarde Dollar ergeben. (red)

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