Die erfolgreiche Initiativbewerbung

28. April 2004, 13:48
posten

Dieses Schreiben muss besonders gut durchdacht sein, um das Interesse des Personalisten zu wecken

Initiativbewerbungen bedeuten für Personalverantwortliche und andere Entscheidungsträger eine zusätzliche Arbeit bei der Personalauswahl. Ihre Bewerbung wird nicht erwartet, daher müssen Sie besonderes Interesse für Ihre beruflichen Qualifikationen erwecken.

Keine Blindbewerbung

Eine Initiativbewerbung ist keine Blindbewerbung, die das schlechte Image eines unpersönlichen Serienbriefes genießt. Von Blindbewerbung spricht man, wenn Bewerberinnen und Bewerber eine Mappe einschicken, ohne sich vorher mit den Wünschen und Anforderungen der Unternehmen auseinanderzusetzen und das eigene Profil darauf abzustimmen.

Für Initiativbewerbungen gilt zwar ebenso, dass sie sich auf keine konkreten Stelleninserate in Zeitungen oder dem Internet beziehen, dem Schreiben geht jedoch eine spezielle "Initiative" voraus. Ein Telefonat, ein Kontaktgespräch oder ein Treffen auf einem Seminar oder einer Kontaktbörse sind Initiativen, auf die Sie sich dann berufen können.

Arbeitsprobe

Für Personalabteilungen sind Initiativbewerbungen wie eine erste Arbeitsprobe. Da kein ausgeschriebenes Stellenprofil vorliegt, muss es einem Bewerber aus eigener Kraft gelingen, mit seinen Kenntnissen und Fähigkeiten das Interesse zu erwecken.

Vorbereitung

Bevor Sie ein Schreiben verfassen, müssen Sie sich über das Unternehmen informieren, genau evaluieren, welche Kultur und welcher Stil vorherrscht, auf welche Qualitäten wertgelegt wird, auf welchem Sektor das Unternehmen tätig ist, welche Mitarbeiter in welchen Position beschäftigt sind usw. Nur wer dieses Wissen sowie die perfekte Eignung als Mitarbeiter in seine Initiativbewerbung einfließen lässt, hat Chancen wahrgenommen zu werden.

Telefonischer Kontakt

Ein Telefonat vorweg, bei dem der richtige Ansprechpartner ausfindig gemacht wird, ist unerlässlich. Mit "Sehr geehrte Damen und Herren" kassiert man den ersten Minuspunkt. Am Telefon lässt sich kurz und bündig das eigene Profil darstellen sowie die Nachfrage, ob das Unternehmen kurz- oder mittelfristig an solchen Mitarbeitern interessiert ist.

Stellenpofil

Anhand von Inseraten, die die für Ihr Berufsfeld gängigen Anforderungen beschreiben, lässt sich ein generelles Berufsbild erstellen. Bei einem telefonischen Kontakt kann man dieses dann mit firmenspezifischen Anforderungen ergänzen. So weiß man, worauf wert gelegt wird und kann im Bewerbungsschreiben darauf hinweisen, diese Anforderungen zu erfüllen.

Umfang der Bewerbung

Erfahren Sie am Telefon, dass Kurzbewerbungen (Anschreiben, Lebenslauf und Foto) erwünscht sind, so halten Sie sich daran. Umfangreichere Mappen mit Ausbildungs- sowie Arbeitszeugnissen sind vor allem dann angebracht, wenn Sie am Telefon Interesse an einem Mitarbeiter mit Ihren Qualifikatione gespürt haben. (red/ Quelle: Überzeugen mit Anschreiben und Lebenslauf)

Share if you care.