Hacker wehrt sich gegen FBI

30. Mai 2001, 13:44
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"The Equilazer" klärt über seine Zusammenarbeit mit der Behörde auf

Es herrschte einige Aufregung in der Hackerszene als bekannt wurde, dass „The Equilazer“ ein Informant des amerikanischen FBI sei. Viele ehemalige Freunde und Mitglieder der Szene fürchteten um ihre Sicherheit und vor drohenden Haftstrafen. In einem öffentlichen Statement meldete sich der Informant nun selbst zu Wort und will die Wahrheit ans Licht bringen.

Eine kurze Partnerschaft

Die Geschichte begann als "The Equilazer" für einen von ihm programmierten Wurm vom FBI ausgeforscht und verhaftet wurde. Damals bot man ihm Straffreiheit an, wenn er mit dem FBI zusammenarbeiten würde. Nachdem der Hacker eingewilligt hatte, auf "rein technischer Ebene" (wie er behauptet) den Behörden zu helfen, begann die Partnerschaft. Im offiziellen Statement des Hackers weist dieser alle Vorwürfe, er hätte ehemalige Freunde verraten, zurück. Die "Beziehung" fand dann ein rasches Ende als sich der Hacker wehrte einen Freund abzuhören. Das FBI zog die angebotene Straffreiheit zurück und so wurde "The Equilazer" zu 18 Monaten Haft verurteilt.

Er selbst darf nichts sagen

Den Hacker trifft es nun besonders hart, dass er in der Presse als Spitzel dargestellt wird, da er niemals Daten an das FBI geliefert habe, die die Behörden nicht ohnehin schon von anderer Seite gehört hätten. Seine Anwältin, die in seinem Namen, da er sich nicht über die Vorfälle äußern darf, die Mitteilungen weitergab, meinte, dass es für ihren Mandanten wesentlich einfacher gewesen wäre Leute zu verraten und er es aber nicht getan hätte. FBI wollte PGP-Schlüssel

Der Hacker teilte weiter mit, dass das FBI brennend an PGP-Schlüsseln interessiert war und er den Auftrag hatte diese beim Hacker-Kongress "DefCon 6" auszuspionieren. Er habe auch dies nicht getan, sondern lediglich eine gute Zeit in Las Vegas verbracht, so der Hacker weiter. (red/Der Spiegel )

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