Raus aus Aktien, rein ins Sparbuch

30. Mai 2001, 13:08
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Trotz Aus für Anonymität und Zinssenkungen stieg das Sparvolumen an

Wien - Obwohl die Sparzinsen im Sinkflug sind, haben die österreichischen Geldinstitute in den ersten drei Monaten 2001 einen Zuwachs bei den Spareinlagen gemeldet: Das Sparbuchvolumen wuchs seit Jahresbeginn bereits um 0,65 Mrd. Euro oder 0,5 Prozent an. Noch im Vergleichsquartal 2000 waren die Bestände um 0,81 Mrd. Euro (minus 0,7 Prozent) gesunken.

Für die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ist dieser Trend heuer "umso bemerkenswerter", als eine rückläufige Zinsentwicklung bei den Spareinlagen festzustellen war. Die OeNB schließt daraus, dass viele Anleger ihr Vermögen - trotz der vorjährigen Abschaffung der Sparbuchanonymität - aufgrund des derzeit sehr volatilen Kapitalmarktes wieder in risikoärmere Anlageformen umschichteten.

Der Stand der Einlagen bei den Banken und Sparkassen in Österreich stieg seit Jahresbeginn um 3,22 Mrd. Euro (plus 1,8 Prozent) auf 178,99 Mrd. Euro (2.463 Mrd. S) an. Dieser Gesamteinlagenzuwachs war damit stärker als in der Vergleichsperiode des Vorjahres (plus 2,7 Mrd. Euro bzw. plus 1,6 Prozent). (APA)

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