Der Wasserstoff-Bus aus Schweden

30. Mai 2001, 22:29
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Brennstoffzellen und regenerative Bremsen liefern Strom

London - Der schwedische Lkw- und Bushersteller Scania hat auf der 54. UITP-Messe für öffentliche Verkehrsmittel einen neu entwickelten Bus mit Elektroantrieb vorgestellt. Den Anstriebsstrom erzeugen wasserstoffgespeiste Brennstoffzellen und regenerative Bremsen. Der Prototyp soll 60 Prozent weniger Energie benötigen als ein gleich großer dieselbetriebener Bus.

Der Strom wird in einem Batteriepuffer zwischengespeichert. Als einen wesentlichen Schwerpunkt sehen die Konstrukteure das niedrige Fahrgeräusch, die mit denen eines kleinen Pkw vergleichbar sind und bei 70 Dezibel liegen. Der Bus soll zusammen mit modernen Verkehrskontroll- und Informationssytemen in mittelgroßen Städten eingesetzt werden. Ziel ist es, das Image der öffentlichen Verkehrsmittel zu verbessern, und es für einen größeren Bevölkerungsteil attraktiver zu machen.

Das Konzept entstand u.a. in Kooperation mit Air Liquide, dem Spezialisten für technische und medizinische Gase, dem italienischen Experten für Brennstoffzellen Nuvera, der Consumer Electronics Association CEA und der Universität von Genua. Das zur Hälfte von der EU geförderte Projekt verfügt über ein Gesamtbudget von 4,3 Millionen Euro.(pte)

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    foto: scania
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