Rallye: Grönholm hofft in Zypern auf neuen Untersatz

30. Mai 2001, 12:33
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Der Weltmeister liegt weit von der Titelverteidigung entfernt

Limassol - Bei der am Freitag in Limassol beginnenden Zypern-Rallye steht das WM-Debüt des Peugeot 206 WRC 2001 im Mittelpunkt des internationalen Interesses. Das französische Team setzt in diese Premiere seine Hoffnungen, lief es doch in den bisherigen fünf WM-Läufen nicht ganz nach Wunsch. Zwar feierte Harry Rovanperä (FIN) in Schweden seinen ersten Lauf-Sieg überhaupt und in Katalonien gab es durch Didier Auriol und Gilles Panizzi sogar einen Doppelsieg, doch sonst sah es eher düster aus.

Dementsprechend besteht auch in der WM-Wertung für Peugeot Aufholbedarf. Der vierfache Weltmeister Tommi Mäkinen (FIN/Mitsubishi) führt nach einem guten Drittel aller heurigen Läufe mit 27 Punkten vor Carlos Sainz (ESP/Ford Focus) mit 22 Zählern. Gemeinsam mit Argentinien-Rallye-Sieger Colin McRae (GBR/Ford Focus) liegen Auriol und Rovanperä mit jeweils zehn Punkten auf Rang drei.

Grönholm setzt auf mehr Leistung und Robustheit

Besonders dürfte sich Marcus Grönholm über seinen neuen fahrbaren Untersatz freuen. Der Finne ist über einen dritten Platz in Portugal bisher noch nicht hinaus gekommen, seine Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung sind schon jetzt minimal. Die Tests mit dem neuen Auto liefen aber mehr als zufrieden stellend. "Die Leistung und Robustheit schon vor dem ersten Renn-Einsatz stimmt uns schon sehr zuversichtlich", meinte Corrado Provera, Direktor von Peugeot Sport.

Die drei Etappen der Zypern-Rallye gehen über insgesamt 22 Sonderprüfungen bzw. 341,4 Kilometer. Start ist am Freitag um 7:00 Uhr MESZ, der Sieger wird am Sonntag um 16:30 Uhr im Ziel erwartet. Im Vorjahr hatte der Lauf erstmals WM-Status, Sainz und McRae sorgten für einen Ford-Doppelsieg. (APA/AFP)

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