Budgetbegleitgesetz drückt Jahresüberschuss der Generali Österreich

30. Mai 2001, 09:09
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Gruppe erwartet heuer Prämienanstieg auf 34 Milliarden Schilling

Wien - Die börsenotierte Generali Vienna Gruppe, Wien, erwartet für das Gesamtjahr 2001 ein Prämienwachstum von rund 6 Prozent auf nahezu 34 Mrd. S (2,47 Mrd. Euro). Allerdings wird dabei der Jahresüberschuss der österreichischen Gesellschaften "wegen der ernormen steuerlichen Belastungen durch das Budgetbegleitgesetz 2000" unter jenem des Vorjahres liegen, stellte das Unternehmen am Mittwoch im Bericht zum 1. Quartal 2001 fest.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) werde sich in Österreich jedoch voraussichtlich von 268 Mill. S im Vorjahr um rund 215 Mill. auf 483 Mill. S verbessern.

Für den Konzern geht der Vorstand der börsenotierten Generali Holding Vienna AG trotz der steuerlichen Belastungen von einem Gesamtergebnis aus, "das eine weitere Dotierung der Eigenmittel und eine Dividende auf Vorjahresniveau ermöglicht". Für 2000 hatte die HV am 16. Mai eine Ausschüttung von 1,82 Euro (25 Schilling) je Stückaktie beschlossen (1,45 Euro Dividende plus 0,37 Euro Bonus).

Sanierungskurs in den Kfz-Sparten trägt erste Früchte

Dank der Trendwende im Kfz-Versicherungsgeschäft in Österreich konnte die Generali Vienna Gruppe im 1. Quartal 2001 eine günstige Entwicklung der Relation Schäden und Kosten erreichen. Die "konsequente Sanierungspolitik", mit der die Gruppe die Vorreiterrolle in der gesamten heimischen Kfz-Versicherungswirtschaft übernommen habe, zeitige auch bei den Schadenzahlungen bereits deutlich positive Auswirkungen. In Österreich, dem mit Abstand wichtigsten Markt der Gruppe, habe man die Rechnungsjahrschäden in den Auto-Sparten um 9,4 Prozent senken können.

Während die Prämieneinnahmen des in sieben Ländern tätigen Konzerns um 5,5 Prozent auf 10,2 Mrd. S (741 Mill. Euro) stiegen, wuchsen die Rechnungsjahrschäden und -leistungen nur um 4,6 Prozent auf 6,3 Mrd. S. Die Kosten hätten sich sogar nur um 2,8 Prozent auf 2,6 Mrd. S erhöht, heißt es in dem am Mittwoch vorgelegten Quartalsbericht. (APA)

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