Frau im Iran zu Tode gesteinigt

30. Mai 2001, 08:33
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Angeblich wegen Produktion obszöner Filme

Teheran - Eine 35-jährige Frau ist im Iran zu Tode gesteinigt worden. Die Iranerin sei bis zu den Achseln eingegraben und mit Steinen beworfen worden, bis sie starb, berichtete die iranische Zeitung "Entekhab" am Montag. Die Frau war wegen angeblicher Produktion von obszönen Filmen angeklagt worden, in denen sie auch mitgewirkt haben soll. Sie hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen. Auf Basis von belastenden Aussagen und Beweismaterial hatte der Richter jedoch einen Schuldspruch verhängt und die Höchststrafe nach Islamischem Recht (Scharia), die Steinigung, verfügt.

Die Frau wurde im Teheraner Evin-Gefängnis in Anwesenheit des verurteilenden Richters gesteinigt. Die Steine wurden von Angehörigen des Gerichts geworfen.

Steinigung wird im Iran eher selten als Hinrichtungsmethode angewandt. Drogenschmuggler und Mörder werden normalerweise gehängt. Zum letzten Mal waren im Jahr 1996 zwei Iraner wegen Ehebruchs gesteinigt worden. Bei der Steinigung werden für Frauen und Männer verschiedene Methoden angewandt: Verurteilte Männer werden bis zur Hüfte im Boden eingegraben. Wenn es ihnen gelingt sich auszugraben und zu entkommen, werden sie freigelassen. Frauen werden tiefer eingegraben, damit gemäß der Rechtsvorschriften die Steine nicht ihre Brüste treffen.

Das iranische Höchstgericht hat vergangene Woche wieder ein Steinigungs-Urteil bestätigt. Demnach soll eine 38-jährige Frau wegen des Mordes an ihrem Mann zu Tode gesteinigt werden. (APA/Reuters)

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