Erstaunlich: Die Ostsee wird wieder sauberer

29. Mai 2001, 21:03
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Die Schadstoffbelastung nimmt ab - Überfischung bleibt jedoch ein Problem

Rostock - Die Ostsee wird allmählich sauberer und erholt sich langsam von Umweltverschmutzungen. Das geht aus dem aktuellen Zustandsbericht der Helsinki-Kommission hervor, den Peter Ehlers, Präsident des Bundesamtes für Seeschifffahrt, am Dienstag in Rostock vorstellte.

Investitionen in Kläranlagen zahlten sich demnach aus: Die Belastung durch gefährliche Schadstoffe sei in den vergangenen fünf Jahren vermindert worden, wodurch die Wasserqualität im Küstenbereich gestiegen sei, sagte Ehlers.

So sei die Belastung durch das Pestizid DDT zwischen 1994 und 1998 um mehr als 90 Prozent zurückgegangen. Durch eine geringere Blei- und Quecksilberverschmutzung habe sich der Gesundheitszustand von Raubvögeln und Säugetieren verbessert. Zu einer weiteren Verbesserung trägt laut Kommissionsbericht bei, dass Rückstände aus dem Schiffsbetrieb seit einem Jahr bereits im Hafen entsorgt werden müssen. Die Überfischung gefährde dagegen weiter die Fischbestände.

Die Helsinki-Kommission, der die Ostsee-Anrainerstaaten und die EU-Kommission angehören, erforscht seit Anfang der achtziger Jahre Möglichkeiten zum Schutz der Ostsee. (APA/AP)

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    grafik: data.ecology.su.se
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