Tiermehlverbrennung in Salzburg startet

29. Mai 2001, 20:26
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Auch Anrainer stimmen Probebetrieb zu

Salzburg - Das traditionell gute Verhältnis zwischen Anrainervertretern und dem nahe der Landeshauptstadt Salzburg gelegenen Zementwerk Leube ist um eine spannende Facette reicher. Wie Leube-Geschäftsführer Rudolf Zrost und der Leiter des Mediationsverfahrens zwischen Bürgerbeirat und Werk, Günter Gorbach, am Dienstag gemeinsam bekannt gaben, hat man sich auf einen einjährigen Versuch zur Tiermehlverbrennung im Leube-Zementofen geeinigt.

Voraussetzung für die Vereinbarung war die Emissionsbilanz des Werkes. So konnte vergangenes Jahr der Kohlenmonoxidausstoß um 55 Prozent reduziert werden, die Staubbelastung ging um 17 Prozent zurück. Wenn es dadurch zu keiner Verschlechterung der Situation kommt, darf Leube mit Zustimmung seiner Anrainer bis zu 7000 Tonnen Tiermehl jährlich verheizen. Die Einnahmen für die Entsorgungstätigkeit muss die Baustofffirma zu einem Drittel für umweltrelevante Investitionen bereitstellen. Insgesamt wird Leube rund sieben Prozent des jährlich in Österreich anfallenden Tiermehls vernichten. Zusätzlich zu den Entsorgungsbeiträgen spart die Firma so auch fossile Brennstoffe ein. Jede Tonne Tiermehl kann circa eine halbe Tonne Öl ersetzen. (neu, DER STANDARD, Print-Ausgabe 30. 5. 2001)

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