Kärntnerin nach Flugzeugabsturz weiter in Lebensgefahr

30. Mai 2001, 09:20
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Bis zu 90 Prozent der Haut verbrannt

Klagenfurt - Der Zustand jener jungen Frau, die am Sonntag beim Absturz eines Sportflugzeuges in Kärnten schwerste Verbrennungen erlitten hat, ist weiterhin lebensbedrohend. Bei Daniela Freithofnig (18) aus Feldkirchen sind bis zu 90 Prozent der Hautoberfläche verbrannt.

In der Spezialklinik der Universität Laibach wurde am Dienstag mit den Hauttransplantationen begonnen. Aber die Ärzte wagen keinerlei Prognosen. "Es ist ein Kampf um das Leben, den wir führen", sagte Prof. Tomaz Janezic. "Niemand kann derzeit sagen, wie dieser Kampf ausgehen wird."

Beim Flugsportverein Feldkirchen-Ossiachersee herrscht tiefe Betroffenheit. "Eigentlich wollten wir am 11. August das 50-Jahr-Jubiläum feiern", sagte Obmann Heimo Tropper. "Jetzt wird wohl eine Trauerfeier geben". Das Unglück sei das erste in der Klubgeschichte im Bereich Motor- und Passasierflug gewesen.

Laut Tropper gibt es eine strenge Auslese, ehe ein Pilot Rundflüge mit Passagieren durchführen kann. Dies habe auch für den Arzt Ernst Tölly (49) gegolten, der am Sonntag die Unglücksmaschine geflogen war. Er galt als besonders erfahrener Pilot.

Der Verein ist natürlich versichert. Laut Tropper beträgt die Deckungssumme für die Passagiere fünf Millionen Schilling. Für die Maschine vom Typ Robin gibt es eine Zeitwertversicherung, die sich zwischen 1,5 und zwei Millionen Schilling bewegt. Der Klub rechnet mit Millionenforderungen der Angehörigen der Opfer.

Ärzte optimistisch

Ein "kritischer Zustand" sei bei der Schwere und der Ausdehnung der Verbrennungen "normal", sagte der Laibacher Hautspezialist Tomaz Janezic am Dienstag. Wichtig sei, dass bei Daniela Freithofnig die "organischen Systeme funktionieren und bisher keine Komplikationen aufgetreten sind".

Janezic ist daher optimistisch, dass die junge Kärntnerin überleben wird. "Sie hat eine sehr gute körperliche Konstitution und bringt damit beste Voraussetzungen mit", sagte der Arzt. Prognosen werde man aber erst in drei bis vier Wochen abgeben können. (APA)

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