Rendertechnik Truform für lebensechte 3D-Grafik

29. Mai 2001, 15:35
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ATI nennt Details zum Radeon-Nachfolger

Grafikspezialist ATI hat erste Details über seinen Radeon-Nachfolger veröffentlicht. Demnach soll der Ende Sommer auf den Markt kommende Grafikchip auf einer neuen Rendertechnik namens "Truform" basieren, die laut ATI "noch nie dagewesene lebensechte 3D-Darstellungsqualität" und visuelle Verbesserung von 3D-Spielen ohne CPU-Belastung ermöglichen soll.

Oberfläche wird vollständig im Grafikprozessor erzeugt

Truform basiert auf der Verwendung von N-Patches (auch unter dem Namen "PN Triangles" bekannt), einer von ATI entwickelten Art von Higher Order Surfaces (Oberflächen höherer Ordnung), die sich anstelle von flachen aus gekrümmten Dreiecken zusammensetzen und von Microsofts DirectX 8.0 und OpenGL-Technologien unterstützt werden. Nach Angaben von ATI erlaubt die Verwendung von N-Patches Oberflächen vollständig im Grafikprozessor zu erzeugen, ohne dass wesentliche Veränderungen an bestehenden, aus flachen Dreiecken zusammengesetzten 3D-Objekten vorgenommen werden müssen. Auch die Kompatibilität zu älteren Grafikprozessoren sei gewährleistet.

Hoher Grad an Skalierbarkeit ermöglicht

Weiters soll Truform einen hohen Grad an Skalierbarkeit ermöglichen, da die Anzahl von Dreiecken oder Polygonen in einem 3D-Modell an die Leistungsfähigkeit der installierten Grafik-Hardware angepasst werden kann. Softwareentwickler erstellen Modelle vorwiegend aus einer möglichst geringen Anzahl von Dreiecken, damit ihre Spiele gut auf Low-end-Systemen laufen, die im Markt am stärksten verbreitet sind. Truform erzeugt aus diesen Low-Polygon-Modellen abgerundete, hochdetaillierte Objekte und liefert dem Anwender damit eine verbesserte Darstellungsqualität.

DirectX und OpenGL-Unterstützung

"Obwohl sich die grafische Qualität von Computerspielen in letzter Zeit stark verbessert hat, erscheinen die meisten 3D-Objekte - insbesondere die Charaktere - noch immer nicht sehr lebensecht", so Gerd Queisser, Geschäftsführer von ATI Europe in einer Aussendung. Die eckige Darstellung von 3D-Objekten sei meist das Ergebnis einer begrenzten Bus- und Speicherbandbreite. Neben DirectX soll Truform auch unter OpenGL eingesetzt werden können. Auch Mitbewerber Nvidia bietet mit seinem aktuellen GeForce3-Grafikchip eine vollständige Unterstützung aller DirectX-8-Features.(pte)

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