"Nach wie vor Flickwerk"

29. Mai 2001, 17:12
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Opposition kritisiert beschlossenes Kindergeld-Modell

Wien - Auf Ablehnung stieß am Dienstag erwartungsgemäß das von der Regierung beschlossene Modell für das neue Kinderbetreuungsgeld bei der Opposition. "Drüberfahren und Chaos erzeigen" laute das Motto, kritisierte die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer in einer Aussendung. Der Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger, sieht in dem Gesetzesentwurf "nach wie vor Flickwerk".

"Offensichtlich und skandalös" ist für Prammer vor allem die "eindeutige Schlechterstellung" bei Teilkarenzierung gegenüber der derzeitigen Gesetzeslage. Das habe mit einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie nichts zu tun, sondern sei genau das Gegenteil davon. Nicht geklärt sei nach wie vor die Finanzierung des Kindergeldes.

Öllinger sieht auch nach den zuletzt vorgenommenen Korrekturen "zahlreiche offene oder schlecht gelöste Detailregelungen". Die Regierung werde in den nächsten Wochen über weitere Reparaturen nicht hinwegkommen, ist Öllinger überzeugt. Für Eltern, die mehr als 11.000 S pro Monat verdienen, sei der Zutritt zur Teilzeitkarenz de facto unmöglich gemacht. (APA)

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    foto: photodisc
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