Uni-Novelle: Aus für "Master of Advanced Studies"

29. Mai 2001, 17:02
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Studentenmobilität soll erleichtert werden

Wien - Abgeschafft wird durch die Novelle zum Universitätsstudiengesetz (UniStG) der erst vor vier Jahren eingeführte postgraduale akademische Grad "Master of Advanced Studies" (MAS). Da dieser Titel im internationalen Vergleich kaum einordenbar war, soll er künftig durch im Einzelfall per Verordnung festzulegende international vergleichbare Mastergrade ersetzt werden. Für den MAS gibt es noch eine Schonfrist: Bis 1. September 2003 kann er noch festgelegt werden, bis 1. September 2006 ist eine Verleihung noch möglich.

Künftig werden sich Lehrgänge universitären Charakters vor ihrer Genehmigung einer inhaltlichen "ex-ante-Evaluierung" unterziehen müssen. Experten sollen dabei eine inhaltliche Bewertung vornehmen, was bisher nicht der Fall war. Außerdem wird zur Qualitätssicherung eine regelmäßige Berichtspflicht eingeführt.

Zur Erleichterung der Studentenmobilität sieht die Novelle auch eine deutliche Verkürzung der Entscheidungsfrist für die Anerkennung von Prüfungen vor. Derzeit müssen die Studierenden, die Prüfungen an ausländischen Unis gemacht haben, oft bis zu sechs Monate und länger auf die Entscheidung des Vorsitzenden der Studienkommission warten, ob ihre Leistung anerkannt wird. Nun muss innerhalb zweier Monate entschieden werden. Außerdem muss bei befristeter Zulassung zum Studium im Rahmen von Mobilitätsprogrammen und bei der Nutzung von Fernstudienangeboten die Universitätsreife nicht mehr durch gesonderte Urkunden nachgewiesen werden. Durch die Nominierung zur Programmteilnahme gilt sie vielmehr als erwiesen.

Durch die Novelle werden die Studienkommissionen zur Verlängerung der Übergangsfristen bei der Einführung von neuen Studienplänen ermächtigt. Bei grundlegenden Änderungen der Studien sollen sie den Spielraum erhalten, ein zusätzliches Toleranzsemester pro Studienabschnitt vorzusehen. (APA)

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