Elektrohandel über Entwicklung bei Libro besorgt

29. Mai 2001, 13:42
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"Rettung darf nicht auf Kosten der Klein- und Mittelbetriebe erfolgen"

Wien - Mit größter Besorgnis beobachten der österreichische Bild- und Tonträger-Handel und der Elektrohandel die aktuelle Entwicklung der Handelskette Libro. "Innerhalb kürzester Zeit wurde - offenbar völlig unkontrolliert - ein Schuldenberg angehäuft, der fast 10 Prozent des Umsatzes unserer Branche in Österreich entspricht. Wir verfolgen mit größter Aufmerksamkeit, welche Schritte zur Schuldentilgung unternommen werden," betonte Wolfgang Krejcik, Vorsteher des Bundesgremiums des Radio- und Elektrohandels in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Dienstag.

Nachdem die Handelskette viele lokale Handelsstrukturen durch aggressivste Marketingmethoden österreichweit mutwillig zerstört hat, mussten hunderte Händler, die korrekt gewirtschaftet haben, zusperren. Ihnen, so der Gremialvorsteher, wurde nicht geholfen.

Krejcik fordert nun die beteiligten Banken auf, nicht wieder Maßnahmen zu setzen, die dem Handel in Österreich schweren Schaden zufügen und ihm viel Geld kosten können. In jedem Fall sei genau zu prüfen, wie viel und welches Geld verwendet wird, um eine - wie berichtet wird - offensichtlich durch schwere Managementfehler in den Abgrund geführte Handelskette zu retten. (APA)

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