Jet2Web: "chello ist eine Bedrohung für seine Kunden"

29. Mai 2001, 23:17
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Internet-Tocher der Telekom will Web-Business-TV launchen und plant weitere Zukäufe

Die Jet2Web Internet, die Internet-Tochter der Telekom Austria-Gruppe, kommt in der zweiten Jahreshälfte 2001 mit Internet-basiertem Business-TV für Großunternehmen auf den Markt. Für die Realisierung dieses ADSL-Breitbanddienstes und einen neuen Internet-Auftritt wurde in die Kooperation mit der Multimediaagentur medienhaus + partner ein zweistelliger Millionenbetrag in Form einer "Mezzaninfinanzierung" investiert, sagte Jet2Web Internet Geschäftsführer Eduard Zehetner am Dienstag, bei einem Pressegespräch.

Content-Partner

Die Multimediaagentur fungiert bei diesen Projekten als Content-Partner. Bis Jahresende will Jet2Web Internet drei bis vier Business TV-Großaufträge an Land ziehen, bemerkte Zehetner. Zielgruppe seien die Top 200 der österreichischen Unternehmen, die auch über Außenstellen verfügen, wo Mitarbeiter über Business-TV geschult und gezielt informiert werden könnten. Derzeit laufen bereits zwei bis drei Pilotprojekte. Den Business TV-Markt in Österreich schätzt Zehetner in den kommenden Jahren auf mehrere hundert Millionen Schilling.

Weitere Zukäufe geplant

Die Jet2Web Internet, die kürzlich die Internet-Kunden der Libro-Tochter lion.cc und von YLine übernommen hat, plant bis zum Sommer weitere Zukäufe, sagte Zehetner. Auch ein Verkauf von Anteilen an der Jet2Web selbst - allerdings nicht die Mehrheit - an einen "Partner mit europäischen Background" sei nicht ausgeschlossen. Jet2Web Internet hat derzeit mehr als 450.000 Kunden und 180 Mitarbeiter.

"chello ist eine Bedrohung für seine Kunden"

Zur Ankündigung des Jet2Web-Mitbewerbers chello, in die Infrastruktur kräftig zu investieren, meinte Zehetner lapidar, dass dieser erst seine Hausaufgaben machen müsse. "Solange sie die technischen Probleme nicht gelöst haben, sind sie keine Bedrohung, höchstens für ihre Kunden." Positiv äußerte sich Zehetner über die Rückkehr von Dieter Haacker in die Branche. "Als neuer Geschäftsführer bei Tiscali wird er sicher den Markt bewegen, schenken werden wir ihm jedoch nichts." (pte/APA)

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