Georgisches Team droht mit Spielboykott wegen Entführung

29. Mai 2001, 11:23
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Falls Lewan Kaladse nicht frei gelassen wird, kein WM-Qualifikations-Spiel gegen Italien am 2. Juni

Moskau - Die Fußball-Nationalmannschaft Georgiens droht mit einem Boykott des WM-Qualifikationsspiels gegen Italien, falls der entführte Bruder des AC Mailand-Spielers Kacha Kaladse nicht freigelassen wird. Das meldete die Agentur Itar-Tass am Montag aus dem Trainingscamp der Georgier in Tiflis.

Die Kidnapper verlangen für die Freilassung des am vergangenen Mittwoch in Tiflis entführten Lewan Kaladse 600.000 US-Dollar. Sie schickten am Montag ein Lebenszeichen des 21-jährigen Medizinstudenten. Präsident Eduard Schewardnadse wies die Polizei an, energisch nach den Entführern zu fahnden.

Auch Georgiens Kapitän Georgi Nemsadse und Verteidiger Lewan Kobiaschwili forderten strenge Maßnahmen. Sonst seien viele Fußball-Legionäre aus dem Kaukasus-Staat von Erpressung bedroht. Wenn der Entführte nicht bis zum 1. Juni freigelassen wird, werde das Team nicht zu der Qualifikation am 2. Juni antreten.

Nationalverteidiger Kacha Kaladse ist einer der bekanntesten Sportler in seiner Heimat. Er wechselte vom ukrainischen Rekordmeister Dynamo Kiew zum AC Mailand. (APA/dpa)

  • Kacha Kaladse
    foto: ac milan

    Kacha Kaladse

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