Moskauer Polizei verhaftet die "Großväter des Cybercrimes"

29. Mai 2001, 09:48
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Fünf Pensionisten hackten zur Pensionsaufbesserung

Die Moskauer Polizei hat nach Angaben der BBC eine Bande von fünf Computerhackern festgenommen, die ganz und gar nicht dem Bild des jugendlichen Täter entsprechen. Die Mitglieder der Bande unter der Leitung eines 63-jährigen pensionierten Programmierers werden beschuldigt, dass sie mit gestohlenen Kreditkartennummern ihre magere Pension aufgebessert hätten. Pensionisten in Russland erhalten durchschnittlich eine Pension in der Höhe von 30 Dollar.

Mythos zerstört

"Dieser Fall zerstört den Mythos, dass Hacker 14- oder 15-jährige Genies seien", erklärte Dimitri Chepchugov, Leiter der Abteilung für Computerkriminalität der Moskauer Polizei. "Sie hatten keine romantischen Ideen sondern wollten nur Geld machen."

Weitere lukrative "Geschäfte" geplant

Die fünf Bandenmitglieder starteten ihre Aktionen von verschiedenen Moskauer Internet-Kaffees und benutzen eine eigene Webseite, um ihre Gewinne nach Russland zu transferieren. Nach Einschätzung der Moskauer Polizei erbeuteten sie dabei 10.000 Dollar und planten, weitere 30.000 Dollar zu stehlen. (pte)

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