US-Regierung im Online-Verkauf sehr erfolgreich

29. Mai 2001, 09:35
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Sportwagen und Wildpferde im Angebot

Wollen sie vielleicht einen Hubschrauber? Einen Lamborghini-Sportwagen? Oder soll es lieber ein ausgedientes Boot der US-Küstenwacht oder gar ein Wildpferd sein? Die US-Regierung hat all das und noch einiges mehr in ihrem Internet-Angebot.

Und sie ist damit sehr erfolgreich, wie eine jetzt veröffentlichte Studie des Pew Internet and American Life Projects ergab: US-Bundesbehörden machen mit diversen Online-Geschäften einen Jahresumsatz von 3,6 Milliarden Dollar (4,19 Mrd. Euro/57,7 Mrd. S) - das ist mehr als beim Online-Buchhändler Amazon.com.

Der Löwenanteil entfällt auf die Finanzbehörden, die mit dem Verkauf von Anleihen und anderen Wertpapieren 3,3 Milliarden Dollar einnahmen. Die restlichen 300 Millionen stammten aus Angeboten, deren Breite selbst die Forscher überraschte.

"Ich hatte keine Ahnung, dass es da auch Mustangs oder Burros gibt", sagt Lee Rainie vom Pew Internet and American Life Project. Pferde bietet die Behörde für Landesverwaltung an. Vom Staat angebotene Luxuswagen oder Hubschrauber wurden von der Drogenpolizei bei Dealern beschlagnahmt. Anderes Gerät stammt aus Altbeständen der Streitkräfte.

Für die US-Regierung liegt der Wert des Internets unter anderem darin, dass sie bei ihren Versteigerungen jetzt deutlich mehr Teilnehmer hat. Damit werde es wahrscheinlicher, dass die Regierung auch annähernd Marktpreise für ihre Angebote bekomme, erklärt Mary Mitchell, die für die Online-Aktivitäten der Regierung zuständig ist. Die Forscher fanden insgesamt 164 Web-Sites von Regierungsbehörden, die Produkte im Internet anbieten. Dabei steht der Online-Handel der Regierung erst am Anfang, wie Rainie erklärt. (APA)

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