Thailändischer Zentralbankchef entlassen

29. Mai 2001, 09:18
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Bangkok - Die thailändische Regierung hat am Dienstag im Streit um die Geldpolitik Zentralbankgouverneur Chatu Mongol Sonakul entlassen. Damit wuchs die Furcht vor Unruhen auf den Finanzmärkten und einer weiter andauernden wirtschaftlichen Instabilität. Chatu Mongols Entlassung kam nicht unerwartet, nachdem in der vergangenen Woche bekannt geworden war, dass er sich mit Ministerpräsident Thaksin Shinawatra in der Geldpolitik nicht einig ist.

Dieser wollte die Zinsen anheben lassen. Analysten warnten aber, dies brächte zwar Vorteile für die Einkommen der Bevölkerung, die steigenden Kosten könnte aber die Probleme einer Firmen bei der Rückzahlung von Krediten gefährlich verstärken. Chatu Mongol wollte die Zinsen niedrig lassen, um die wirtschaftliche Erholung nicht zu gefährden. In einer E-Mail bat er Analysten und Wirtschaftsfachleute um ihre Meinung. Dieses Vorgehen kritisierte Thaksin deutlich. (APA/AP)

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