Kenia: Bischöfe fordern neue Ermittlungen im Mordfall Kaiser

29. Mai 2001, 15:33
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These vom Freitod des regierungskritischen Priesters zweifelhaft

Nairobi/Wien - Die Bischofskonferenz von Kenia hat die Regierung des Landes zu neuen Ermittlungen im Mordfall Kaiser aufgerufen, berichtete Kathpress am Dienstag. Nachforschungen der katholischen Kirche, die mit Hilfe nationaler und internationaler Experten durchgeführt worden seien, hätten die offizielle These von einem Selbstmord des Priesters widerlegt, sagte Mombasas Erzbischof John Njenga vor Journalisten.

Der dem Missionsorden von Mill Hill angehörende John Anthony Kaiser, bekannt wegen seiner offenen Kritik an der kenianischen Regierung, war Ende August 2000 mit Kopfschüssen an einer Schnellstraße bei Nairobi aufgefunden worden.

Die US-Bundespolizei FBI führte Ermittlungen durch und kam zu dem Ergebnis, der amerikanische Priester habe Selbstmord begangen. Bereits im September hatten die kenianischen Bischöfe "ernsthafte Zweifel" am Willen der Behörden geäußert, den Mord aufzuklären. Auch in den USA hatte ein demokratischer Senator Zweifel an der Selbstmord-These des FBI geäußert. (APA)

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    John Anthony Kaiser

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