Fachkräftemangel: Leitl verteidigt Bartenstein-Vorstoß

28. Mai 2001, 22:43
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Kritik an FPÖ - Klima in der Koalition "emotionalisiert"

Wien - Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl hat Montag Abend die Forderung von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) nach einer Ausweitung der zeitlich begrenzten Arbeitsgenehmigungen für Ausländer unterstützt und die Kritik der FPÖ daran zurückgewiesen. In der "ZiB2" warf er der FPÖ vor, mit dem Schlagwort "Ausländer wollen wir nicht" Politik zu machen. Leitl lud FPÖ-Klubobmann Peter Westenthaler ein, Betriebe, die dringend Fachkräfte suchen, zu besuchen und sich selbst ein Urteil zu bilden.

Das Klima in der Koalition sei in dieser Frage "emotionalisiert", beklagte Leitl. Das sei immer schlecht. Es gehe nicht darum, billige Arbeitskräfte aus dem Ausland zu bekommen, sondern man brauche qualifizierte. Man dürfe den Betrieben "nicht die Wurzeln ihrer Existenz abschneiden. Das gefährdet den Wohlstand", sagte der Wirtschaftskammer-Präsident.

Leitl bekannte sich dazu, zuerst das inländische Potenzial auszuschöpfen. Wenn Unternehmer aber trotzdem nicht genügend Arbeitskräfte bekommen, sollen man zunächst befristet auf zwei Jahre Arbeitsgenehmigungen für Ausländer erteilen. Dann könne man sehen wie sich die Wirtschaft entwickelt. (APA)

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