Ingeborg Bachmann, ein "geniales Frauenzimmer"

28. Mai 2001, 21:51
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Die Literaturzeitschrift "text + kritik" widmet Heimito von Doderer ein Special

München - In seinen beiden Großstadtromanen "Die Strudlhofstiege" und "Die Dämonen" hat der österreichische Schriftsteller Heimito von Doderer (1896-1966) seine Heimatstadt Wien sehr detailliert vergegenwärtigt. Dem wegen seines frühen Eintritts in die NSDAP umstrittenen Autors, der einmal als Anwärter auf den Literatur-Nobelpreis galt, hat die Zeitschrift "text + kritik", die in der gleichnamigen Münchner Edition erscheint, jetzt ein 113-seitiges Heft gewidmet.

Doderer: Bachmann, ein "geniales Frauenzimmer"

Neben einem Brief Doderers an den Lektor Horst Wiemer aus dem März 1952, in dem er die damals 25- jährige Schriftstellerin Ingeborg Bachmann ein "geniales Frauenzimmer" nennt, wird in dem Heft auch ein Aufsatz über das literarische Verhältnis der beiden Autoren abgedruckt. Weitere Beiträge gelten den "affektiven Aufgipfelungen" in der Prosa des Autors, der Darstellung von Sport und Spiel in seinen Werken und dem Phänomen "erzählte Gewalt und gewalthaftes Erzählen" bei Doderer. (APA/dpa)

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