Pilze aus dem Computer gefährden Krankenhaus-Patienten

28. Mai 2001, 21:19
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Staub in den Lüftungsgittern enthält Schimmelpilze der Gattung Aspergillus

London - Computer auf Intensivstationen der Krankenhäuser könnten gefährliche Pilze in sich tragen. Dies behaupten Forscher des McLaren Regional Medical Centres. Gregory Forstall konnte das u.a. durch den Staub in den Lüftungsgittern nachweisen. Beim unerwünschten Innenleben der Rechner handelt es sich um Schimmelpilze der Gattung Aspergillus.

Die PCs wurden erst kürzlich in der Intensivstation installiert, um dem medizinischen Personal Abläufe zu erleichtern. Aus den Kühlungsventilatoren der Computer traten nach Ansicht der Forscher, beinahe sichtbar, Abgase heraus, die Anlass zur Probenentnahme beim medizinischen Inventar gab. Diese Pilze könnten Erkrankungen und Allergien auslösen, so Forstall.

Alexander Binning, beratender Anästhesist der Intensivstation an der Western Infirmary in Glasgow, gibt sich über mögliche Pilze in PCs von Intensivstationen unwissend. Er wolle aber dementsprechende Maßnahmen für britische Krankenhäuser ergreifen. Binning schwächt das Bestehen brütender PC-Kulturen ab und begründet dies durch die finanzielle Misere des nationalen Gesundheitssystems (NHS). Die geringen wirtschaftlichen Mittel bedingten im Vergleich zu den USA weniger Computer auf Intensivstationen. In den USA ist jedes Intensivbett mit einem PC verbunden.(pte)

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