Sudanesischer Präsident und Rebellenführer verhandeln über Frieden

28. Mai 2001, 20:37
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Hoffnung auf Ende des Bürgerkriegs im Sudan

Nairobi - Der sudanesische Präsident Omar el Baschir und Rebellenführer John Garang wollen beide am Samstag an einer regionalen Gipelkonferenz in Kenia teilnehmen, bei dem es um ein Ende des seit 18 Jahren andauernden Bürgerkriegs im größten Flächenstaat Afrikas geht. Garang, Führer des Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA), sei zu dem IGAD-Giplel eingeladen worden und werde ihn auch besuchen, erklärte am Montag sein Sprecher Justin Arop.

Die SPLA kämpft im Süden des Sudan seit 1983 für die Selbstverwaltung der Region, die überwiegend von Christen und Anhängern animistischer Naturreligionen bewohnt wird. In dem Bürgerkrieg gegen die Regierung im islamischen Norden kamen schätzungsweise zwei Millionen Menschen ums Leben - unter ihnen starb ein großer Teil an Hunger und Krankheiten in Zusammenhang mit dem Konflikt.

Der Bürgerkrieg im Sudan war am Wochenende auch zentrales Thema bei Gesprächen zwischen US-Außenminister Colin Powell und dem kenianischen Präsidenten Daniel Arap Moi im Rahmen von Powells Afrikareise. Der US-Außenminister hatte dabei die bevorstehende Ernennung eines US-Sondergesandten für den Sudan angekündigt, der die Konfliktparteien wieder an den Verhandlungstisch bringen soll. (APA/AP)

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