Uniqa startet mit dem Aktienrückkauf

28. Mai 2001, 19:11
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Kapitalerhöhung für Expansion geplant

Wien - Die zum Raiffeisen-Sektor gehörende Uniqa-Versicherung startet am 5. Juni mit dem Rückkauf eigener Aktien. Gleichzeitig kündigte Uniqa-Chef Herbert Schimetschek die weitere Expansion an. Für ein mögliches Investment in Ungarn plant die Versicherung "in absehbarer Zeit" eine Kapitalerhöhung. Das bereits genehmigte Kapital beträgt 50 Mio. EURO.

In einem ersten Schritt sollen bis zum 30. September zwei Prozent der eigenen Aktien erworben werden. Insgesamt hat Österreichs größte Versicherung die Genehmigung, maximal zehn Prozent zu erwerben. Der gesamte Streubesitz liegt bei 20 Prozent. Finanzvorstand Hannes Bogner bezifferte das Kursband bei der Bilanzpressekonferenz mit fünf bis 7,5 EURO. Ziel des Aktienrückkaufs sei es, mehr Liquidität im Markt zu schaffen, da die Aktien wieder verkauft werden sollen. Gleichzeitig will man sich die Option einer Mitarbeiterbeteiligung sowie Stock-Option-Pläne für leitende Angestellte offen halten.

Schimetschek zufolge soll künftig vermehrt im Ausland "Gas gegeben werden", wobei der Aufbau neuer Gesellschaften Vorrang habe. In Ungarn sei ein Start frühestens 2002 möglich. Bedenken, dass andere ausländische Versicherungen in Ungarn bereits seit geraumer Zeit tätig sind und Uniqa eher spät in den Markt eintrete, teilt Schimetschek nicht: Ungarn sei "noch Lichtjahre von westlichen Standards entfernt". Sein designierter Nachfolger, Konstantin Klien, der Uniqa ab Anfang 2002 leiten wird, argumentiert mit der großen Volatilität des ungarischen Marktes, zudem gebe es in bestimmten Segmenten noch enorme Wachstumschancen.

Das Vorjahr, dem ersten vollen Geschäftsjahr unter dem neuen Namen Uniqa (früher Bundesländer, Austria, Collegialität), war von der Umstellung innerhalb der Gruppe geprägt. Kosten verursachten aber auch die erstmals von den Versicherungen getätigte Autoanmeldung, neue steuerliche Belastungen und Unwetterschäden. Heuer spreche, so Schimetschek, einiges dafür, dass sich die Lage entspanne. Im ersten Quartal konnten die Prämien um 15 Prozent auf 11,7 Mrd. S gesteigert werden. Wachstumsträger war erneut die Lebensversicherung mit plus 29 Prozent auf 5,8 Mrd. S. (cr, Der Standard, Printausgabe, 29.065.2001)

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