Steven Tyler stößt amerikanische Veteranen vor den Kopf

29. Mai 2001, 12:23
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Der Rocksänger sang die Nationalhymne nicht "ordentlich"

Indianapolis - Steven Tyler, Sänger der US-Rockband Aerosmith, hat es beim Singen der Nationalhymne zur Eröffnung des legendären Autorennens "Indianapolis 500" in den Augen mancher Kritiker am nötigen Ernst fehlen lassen. Tyler, bekleidet mit einem Hemd mit blauen Sternen und einem rot-weißen Schal a la US-Flagge, schloss die Hymne am Sonntag mit den Worten "home of the Indianapolis 500" anstatt des korrekten "home of the brave" (Heimat der Mutigen).

Vietnamkriegsveteran Don Gillingham reagierte verstimmt auf die Änderung. Schließlich stehe der Memorial Day bevor, an dem der amerikanischen Kriegstoten gedacht werde, und da wäre der Hinweis auf die Mutigen angebracht gewesen, meinte er. Tyler sagte, er habe niemanden beleidigen wollen. "Wegen meines großen Mundwerks habe ich mein ganzes Leben lang Ärger bekommen", sagte der Sänger und erwies sich dann doch noch als echter Patriot: "Ich bin sehr stolz darauf, ein Amerikaner zu sein, und ich lebe in der Heimat der Mutigen." (APA/AP)

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