Axa Colonia mit 1,8 Prozent mehr Beiträgen

28. Mai 2001, 15:41
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Gespräche mit der Deutschen Bank

Köln - Der Axa-Colonia Konzern hat im ersten Quartal 2001 die Beitragseinnahmen um 1,8 Prozent gesteigert. "Das erste Quartal war für uns ein gutes Quartal", sagte Vorstandschef Claus-Michael Dill am Montag in Köln. Für das gesamte Jahr erwartet der Konzern eine Einnahmensteigerung um ein bis zwei Prozent auf rund 13,3 Mrd. DM (6,8 Mrd. Euro/93,6 Mrd. S).

Eine konkrete Ergebnisprognose wollte Dill nicht abgeben. Das Ergebnis werde jedoch auch bei einer stabilen Entwicklung der Kapitalmärkte unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres bleiben, indem der Konzern den Gewinn um 32 Prozent auf 401 Mill. DM steigerte.

Dill bestätigte Berichte über Gespräche mit der Deutschen Bank. "Es gibt Kontakte, es gibt Gespräche, das ist es aber auch", sagte Dill. Mit anderen Bankpartnern würde nicht gesprochen. Nähere Angaben machte er nicht.

Krankenversicherung steigert Einnahmen

Die Krankenversicherung steigerte ihre Einnahmen im ersten Quartal den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,6 Prozent. Die Lebenssparte habe in den ersten drei Monaten um 1,2 Prozent zugelegt, die Finanzdienstleistungen um 10,5 Prozent, hieß es weiter. In der Sachversicherung meldete der Konzern im ersten Quartal stagnierende Beitragseinnahmen bei einem verbesserten Ergebnis.

Im Gesamtjahr erwartet Axa Colonia in der Sachversicherung einen Rückgang bei den Einnahmen um vier bis sechs Prozent. Neben dem harten Wettbewerb im Industriekundengeschäft seien hierfür der Verkauf des Auslandsgeschäfts der übernommenen Albingia-Versicherung verantwortlich. In der Sparte Leben werde dagegen für 2001 einen Beitragsplus von zwei bis vier Prozent erwartet.

Strategische Neuausrichtung besser als erwartet

Die Krankenversicherung werde voraussichtlich neun bis elf Prozent mehr Beiträge einnehmen und damit ihren Marktanteil weiter ausbauen. Die Bausparkasse und die in diesem Jahr hinzu gekommene Axa Bank wollen im laufenden Geschäftsjahr 40 bis 50 Prozent mehr einnehmen.

Die vor einem Jahr verkündete strategische Neuausrichtung der Axa Colonia macht nach den Worten Dills größere Fortschritte als erwartet. Seit dem 1. April gelte eine neue Organisationsstruktur. Die offene Konzernarchitektur ermögliche es nun, Produkte von Dritten einzukaufen und an Dritte zu verkaufen.

Die französische Axa-Gruppe erhöhte ihren Anteil an dem Kölner Versicherer im vergangenen Jahr von rund 86 Prozent auf über 90 Prozent. Mit der internen Umstellung auf den Euro im September 2001 wird wie bereits angekündigt der Name Colonia bei allen Konzerngesellschaften wegfallen. Die Gesellschaft heißt dann Axa Konzern AG. (APA/Reuters)

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