Caritas: Zahl der Flüchtlinge in Mazedonien steigt

28. Mai 2001, 14:17
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"Für Nothilfemaßnahmen halbe Million Schilling notwendig"

Skopje/Wien - Wegen der ständigen Unruhen und Kämpfe in Mazedonien sind bisher bereits Tausende Menschen in das Kosovo geflüchtet. Die Zahl sei steigend, hieß es am Montag in einer Aussendung der Caritas. "Viele sind bei ihren Verwandten untergekommen", so Franz Karl Prüller, Leiter der Internationalen Programme der Caritas.

Etwa 2.000 Flüchtlinge versorgt die Caritas in der Region um Pea, dringend gebraucht werden Lebensmittel, Decken, Matratzen für die Notlager sowie Hygieneartikel. "Wir schätzen, dass wir für die ersten Nothilfemaßnahmen rund eine halbe Million Schilling brauchen werden", berichtete Prüller, "unsere Mitarbeiter im Kosovo rechnen aber mit weiteren Flüchtlingen". Die Hilfsgüter werden vor Ort eingekauft, Unterkünfte und Notlager wurden bereits organisiert.

Nach dem Wiederaufbau im Kosovo in den vergangenen beiden Jahren ist die Caritas weiterhin mit Sozial- und Landwirtschaftsprojekten und dem Bau von Schulen im Kosovo engagiert, hieß es in der Aussendung weiter. Die Menschen seien bitterarm. Es gebe kaum Arbeit und viele leben nur von ihren Gärten und Äckern. Den Flüchtlingen aus Mazedonien wird von kosovarischen Familien nach besten Kräften geholfen, doch oft reicht das Essen kaum für die eigene Familie. Die Caritas bittet daher dringend um Spenden für die Flüchtlinge aus Mazedonien. (APA)

Spenden:

Caritas, PSK 7.700.004, Kennwort: Mazedonien

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