Fachkräftemangel macht auch vor Handwerksbetrieben nicht Halt

28. Mai 2001, 14:02
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Laut IfGH österreichweit rund 25.000 Firmen betroffen - Vor allem Schlosser, Dachdecker und Spengler dringend gesucht

Wien - Seit 1998 hat sich die Zahl der unter Fachkräftemangel leidenden Gewerbe-, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe in Österreich auf rund 25.000 Firmen nahezu verdoppelt. Derzeit klagten rund 30 Prozent der Betriebe, durch fehlende Fachkräfte in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt zu sein, berichtet das Österreichische Institut für Gewerbe- und Handelsforschung (IfGH) am Montag in einer Pressemitteilung.

Eine Umfrage des IfGH unter 5.500 Klein- und Mittelbetrieben belegt, dass nicht nur die New Economy und IT-Branchen, sondern in zunehmendem Maß auch das klassische Gewerbe und Handwerk betroffen sind.

Schlosser und Dachdecker suchen verzweifelt

Überdurchschnittliche Probleme haben demnach laut IfGH Schlosser (45 Prozent), Dachdecker und Spengler (44 Prozent), das Baugewerbe (39 Prozent), das Bauhilfsgewerbe (38 Prozent), Elektrotechniker (36 Prozent), Kunststoffverarbeiter sowie Sanitär- und Heizungsinstallateure (jeweils 35 Prozent), Steinmetze und Maler (34 Prozent), Zimmermeister (33 Prozent) und Mechatroniker (32 Prozent).

In den Bundesländern leiden nach Angaben des IfGH vor allem Betriebe in Vorarlberg (37 Prozent), Tirol und der Steiermark (jeweils 34 Prozent) sowie in Oberösterreich (31 Prozent) unter Fachkräftemangel. Kärnten, Niederösterreich und Salzburg liegen mit einem Anteil von 28 Prozent, Wien mit 26 Prozent knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt. Die geringsten Probleme mit Fachkräften gibt es im Burgenland (18 Prozent). (APA)

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