Feuerfestkonzern RHI auf steinigem Weg

28. Mai 2001, 17:09
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Erste Bank senkt RHI-Gewinnprognosen drastisch

Wien - Eine signifikante Änderung ihrer Ergebnisprognose für den börsenotierten Feuerfestkonzern RHI hat die Erste Bank durchgeführt. Die Gewinnschätzung für 2001 wurde von 4,6 auf 1,3 Euro und für 2002 von 3,8 auf 1,2 Euro je RHI-Aktie kräftig zurückgenommen. Erste Bank-Analystin Brigitte Wendelin begründet diese drastische Rücknahme unter anderem mit der schwierigen Situation am nordamerikanischen Markt und dem "düsterem" Geschäftsausblick für den Feuerfestbereich. Die Neutral-Empfehlung wird wiederholt.

Ein großes Fragezeichen hängt für die Erste Bank-Expertin über der erfolgreichen Integration und Reorganisation des kränkelnden nordamerikanischen Geschäftsbereiches. Der nordamerikanische Markt werde sich auch 2001 nicht erholen können. Die generell schwachen Marktbedingungen - der globale Stahlzyklus befinde sich seit der zweiten Jahreshälfte 2000 im Abschwung - werden 2001 sowohl Umsätze als auch Ergebnis der RHI beeinflussen.

Die Umsätze im laufenden Geschäftsjahr im Hauptgeschäftsfeld Feuerfest werden laut Wendelin unter jenen von 2000 liegen. Sie schätzt, dass das RHI-EBIT (Betriebsergebnis) 2001 markant schwächer als im Vorjahr sein wird, auch unter Berücksichtigung von außerordentichen Erlösen aus dem Verkauf des Connect Austria-Anteiles und des Geschäftsbereiches Isolieren. Eine Erleichterung sei nur aus einer geringeren Steuerbelastung zu erwarten. "Nichtsdestotrotz wird der Gewinn je Aktie nahe dem unzufriedenen 2000er Wert liegen", so die Erste Bank-Analystin. (APA)

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