Neues Hungerstreik-
Opfer in der Türkei

28. Mai 2001, 13:26
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Bereits 23. Tote seit Beginn des Todesfastens

Istanbul/Ankara - Ein ehemaliger Häftling hat sich in der Türkei aus Protest gegen die Gefängnisreform zu Tode gehungert. Er ist bereits das 23 Opfer seit Beginn des Hungerstreiks vor sieben Monaten. Wie der türkische Menschenrechtsverein (IHD) in Ankara mitteilte, starb der Mann in der südtürkischen Stadt Mersin.

Mehrere hundert Menschen haben sich dem so genannten Todesfasten angeschlossen. Die Häftlinge und deren Angehörige protestieren unter anderem gegen die Einführung der neuen Gefängnisse mit einem Zellensystem. Außerdem fordern sie die Abschaffung der Anti-Terror-Gesetze, der Staatssicherheitsgerichte und Verhandlungen mit der Regierung. Diese lehnt Gespräche mit den Hungerstreikenden weiter ab. (APA/dpa)

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