Schweinefleisch: Einfuhrverbot in die USA zum Teil gefallen

27. Mai 2001, 20:02
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Verstärkte Kontrollen auf US-Flughäfen werden beibehalten

Washington/Brüssel/Wien - Die USA haben ihr wegen der Maul- und Klausenseuche verhängtes Einfuhrverbot für Schweinefleisch und lebende Schweine aus der Europäischen Union zum Teil aufgehoben. Wie das Landwirtschaftsministerium am Freitag mitteilte, können die Waren aus Ländern, in denen keine MKS-Fälle registriert worden sind, jetzt wieder in die USA exportiert werden. Das bedeutet, dass das Verbot für Deutschland, Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und Schweden nicht mehr besteht.

Nicht erlaubt ist weiterhin die Einfuhr von Schweinefleisch aus Großbritannien, Frankreich, Irland, den Niederlanden und Griechenland. Wie weiter mitgeteilt wurde, sollen zudem die verstärkten Kontrollen auf US-Flughäfen beibehalten werden, um eine Übertragung der Krankheit in die Vereinigten Staaten zu verhindern. Das US-Ministerium wies zugleich darauf hin, dass ein wegen der Rinderwahnsinn-Seuche verhängtes separates Verbot für Rindfleisch und Lamm aus der Europäischen Union in Kraft bleibt.

EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne sagte dazu am Samstag in Brüssel, die Entscheidung der USA erkenne damit die großen Anstrengungen der EU zur Eindämmung der Maul- und Klauenseuche an. EU-Agrarkommissar Franz Fischler erklärte: "Dies sind gute Neuigkeiten für unsere Landwirte, die unter den Folgen der Maul- und Klauenseuche in Europa schwer gelitten, aber auch alle denkbaren Anstrengungen zur Eindämmung der Seuche unternommen haben". Er hoffe, dass Europa seine Exportmärkte rasch wieder erobern werde und vertraue auf eine baldige Aufhebung der verbliebenen Handelsbeschränkungen anderer Drittstaaten. (APA/dpa)

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