Moslemische Staaten stellen politische Kontakte zu Israel ein

26. Mai 2001, 22:08
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Konferenz in Katar beschließt Erhöhung des politischen Drucks

Doha - Vertreter aus 56 islamischen Ländern haben am Samstag wegen der anhaltenden Gefechte in den Palästinenser-Gebieten die Beendigung aller politischen Kontakte zu Israel beschlossen. Die Mitglieder der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) mit überwiegend moslemischer Bevölkerung sprachen sich zum Abschluss einer Sitzung in Katar für diesen Schritt aus, um Druck auf Israel zur Beendigung der fast täglichen Gefechte im Westjordanland und im Gaza-Streifen auszuüben.

Alle politischen Kontakte zur israelischen Regierung sollten solange, "wie die Aggression gegen und die Abschnürung des palästinensischen Volkes und seiner nationalen Regierung anhält", eingestellt werden, hieß es in der Erklärung. Auch die Arabische Liga hatte ähnliche Maßnahmen gegen Israel beschlossen.

Zuvor hatte Palästinenserpräsident Yasser Arafat zugleich für eine Isolierung Israels und für eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Israel geworben. Bei dem kurzffristig einberufenen OIC-Treffen rief Arafat zu neuen Friedensgesprächen in Form eines Gipfels auf, an dem sich Washington, Moskau und die größten internationalen Organisationen beteiligen sollten. Er warf Israel vor, Giftgas und Geschosse mit abgereichtertem Uran gegen die Palästinenser einzusetzen. Dies seien monströse Massaker, sagte Arafat.(APA/Reuters)

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