Wahrheitskommission soll Menschenrechtsverbrechen in Peru aufklären

26. Mai 2001, 12:22
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Aufklärung über Gewalttaten mit 30.000 Opfern gesucht

Lima - Die Übergangsregierung in Peru hat die Einrichtung einer Wahrheitskommission beschlossen, die Menschenrechtsverletzungen durch den Staat und terroristische Gewalttaten aufklären soll. Die Entscheidung für die Wahrheitskommission sei einstimmig gefallen, sagte Präsident Javier Perez de Cuellar am Freitag (Ortszeit) in der Hauptstadt Lima. Die sieben Mitglieder der Kommission werden vom Präsidenten ernannt.

Ziel der Wahrheitskommission ist es, die Verantwortlichen für die Gewalttaten zwischen Mai 1980 und Dezember 2000 zu benennen. Bei den Auseinandersetzungen zwischen der maoistischen Rebellenorganisation Leuchtender Pfad und dem Militär kamen insgesamt rund 30.000 Menschen ums Leben.(APA)

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