52 Prozent der Österreicher für Sterbehilfe

26. Mai 2001, 13:07
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OGM-Umfrage: Einfluss der Kirche ist den Österreichern zu groß

Wien - Wie die Österreicher mit Tabuthemen umgehen, zeigt nun eine in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" veröffentlichte OGM-Umfrage. Demnach sprechen sich 52 Prozent der Bevölkerung für Sterbehilfe aus, treten 78 Prozent gegen eine Drogen-Legalisierung auch von weichen Drogen ein und sind 57 Prozent gegen das Ausländerwahlrecht auf Gemeindeebene .

Weitere abgefragte Themen: 75 Prozent der Österreicher unterstützen die geltende Regelung für den Schwangerschaftsabbruch, 58 Prozent sind aber gegen die Schwulenehe. Die Rechte von Minderheiten in Österreich werden von 70 Prozent als ausreichend betrachtet.

In Wirtschafts- und Sozialfragen vertrauen die Österreicher dem Staat. 55 Prozent finden, der Staat soll in der Wirtschafts- und Sozialpolitik eine lenkende Rolle spielen, und 56 Prozent wollen, dass der Staat auch weiterhin die Öffnungszeiten der Geschäfte regelt.

Der Einfluss der Kirche ist den Österreichern dagegen zu groß. 51 Prozent finden, dass die Kirche in Zukunft weniger politischen Einfluss haben sollte als bisher. 56 Prozent lehnen den verpflichtenden Religionsunterricht an den Schulen ab. Zum Pluralismus bekennt sich die überwiegende Mehrheit der Österreicher - allerdings wünschen sich 16 Prozent den sprichwörtlichen "starken Mann" im Staat, von den FPÖ-Wählern fast ein Viertel (23 Prozent). (APA)

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